Lebergesundheit

Deine Leber, Zucker und Fettleber – Warum Fructose und Süßstoffe eine Rolle spielen

 

Wichtiges Thema: Der Zusammenhang zwischen Zucker und der Fettleber. Eine erschreckende Tatsache vorweg: In Deutschland hat mittlerweile fast jede*r Dritte eine Fettleber, oft ohne es zu wissen. Selbst schlanke Menschen können betroffen sein, denn die sogenannte nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD) ist nicht nur das Resultat von Übergewicht, sondern häufig eine Folge von Zucker – insbesondere Fructose....

Wie entsteht eine Fettleber durch Zucker?

• Fructose vs. Glukose: Fructose, der Fruchtzucker, wird fast ausschließlich in der Leber verstoffwechselt. Anders als Glukose, die von fast allen Körperzellen genutzt werden kann, führt ein Überschuss an Fructose schnell zur Fettansammlung in der Leber. Studien zeigen, dass Fructose sogar doppelt so schädlich für die Leber ist wie Glukose.

• Leberverfettung: Übermäßiger Konsum von Zucker (vor allem in Form von Softdrinks, Fruchtsäften oder gesüßten oder verarbeiteten Lebensmitteln) überlastet die Leber. Der Zucker wird in Fett umgewandelt, das sich in der Leber ablagert – ein Prozess, der Entzündungen und langfristig sogar Lebererkrankungen wie eine Fibrose begünstigen kann.

 
 
 

Wie wirst du die Fettleber wieder los?

Die gute Nachricht: Eine Fettleber ist in den meisten Fällen reversibel.

1. Zucker reduzieren: Besonders Fructose meiden – das bedeutet, stark verarbeitete Lebensmittel, Fruchtsäfte und zuckerhaltige Snacks zu reduzieren.

2. Bewegung: Regelmäßiger Sport hilft der Leber, Fett schneller abzubauen. Dafür musst du keinen Marathon laufen - es reicht regelmäßige, moderate Alltagsbewegung. Ein Spaziergang nach dem Essen, oder eine kurze Bewegungseinheit. Das wichtigste an der Bewegung ist, dass du sie kontinuierlich machst und zur Gewohnheit werden lässt.

3. Bitterstoffe: Unterstütze die Leber durch Bitterstoffe. Chicorée, Radicchio, Artischocken & Co sind hier wunderbare Lieferanten. 

4. Fasten: Intervallfasten kann helfen, die Leber zu entlasten und den Stoffwechsel zu verbessern.

Hier noch ein spannender Beitrag vom WDR zu dem Thema...

Süßstoffe im Fokus: Alternativen kritisch betrachten

Viele von uns greifen bei Zuckerreduktion zu Alternativen. Doch sind diese wirklich besser?

1. Natürliche Süßstoffe:

• Agavendicksaft, Honig, Dattelsirup & Co.: Diese enthalten zwar Vitamine und Mineralstoffe, bestehen aber größtenteils aus Fructose – was die Leber mindestens genauso belastet. Daher nur in sehr kleinen Mengen verwenden.

2. Zuckeralkohole:

• Xylit (Birkenzucker): Hat weniger Kalorien als Zucker und wird insulinunabhängig verstoffwechselt. Es hat keine negativen Effekte auf die Leber, kann aber in größeren Mengen abführend wirken.

• Erythrit: Ebenfalls eine gute Wahl, da es fast vollständig unverändert ausgeschieden wird und keinen Einfluss auf den Blutzucker oder die Leber hat.

3. Alulose:

• Dieser natürliche Zucker ist kalorienfrei und wird kaum verstoffwechselt. Erste Studien zeigen, dass Alulose sogar vor Fettleber schützen könnte, da sie die Fettproduktion in der Leber reduziert. Eine spannende Alternative, die in Europa aber noch wenig verbreitet ist.

Wenn du mehr zu diesem Thema erfahren möchtest melde dich gerne für eine Ernährungsberatung oder zur nächsten Detox Time (Immer 3 Wochen im Januar)